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Robbie Williams Biographie – Solokarriere

Dritter Teil unsere Robbie Williams Biographie mit den wichtigesten Teilen aus Robbies Leben, Teil 3 – Robbie Williams Solokarriere

Solokarriere
Heute verteufelt Robbie Williams die Zeit mit Take That, die ihn zwar berühmt werden ließ, ihn allerdings auch in die Arme des Alkohols und der Drogen trieb. Nach der Trennung von Take That wurde Robbie Alkohol- und Kokainabhängig. Hinzu kommt auch noch ein Streit mit Oasis, die sich durch Robbie bedrängt fühlen. Über Monate hinweg gibt sich Robbie seiner Sucht hin. Sein Kollege und Freund Elton John schleppt ihn in eine Londoner Entzugsklinik, wo es Robbie Williams endlich schafft seine Sucht zu überwinden.

Nun sieht er optimistisch seiner Solokarriere entgegen. Doch es gibt einige Schwierigkeiten zu überwinden. Robbie ist zwar ein geübter Entertainer, allerdings hat er keinerlei Erfahrungen im Songwriting und Komponieren. So ist der erste veröffentlichte Song seiner Solokarriere das Cover des George Michael Songs „Freedom“, mit dem Robbie zeigen will, dass er wieder da ist.

Allerdings sieht sich der 22-jährige Entertainer noch weiteren Schwierigkeiten gegenüber gestellt. Sein Image als ehemaliges Mitglied einer Boygroup scheint ihm den Weg zu einer ernsthaften Solokarriere zu versperren. Will er dauerhaft Erfolg haben, muss er sich von diesem Image befreien und zeigen, dass er auch solo ein ernstzunehmender Sänger ist. Um sich musikalisch weiterzuentwickeln und seinen eigenen Stil zu finden arbeitet er mit zahlreichen Musikproduzenten, Komponisten und Managern zusammen. Durch seine Kontakte zu Oasis arbeitet er zunächst mit Tim Abbot zusammen. Später kommt es zu einer Zusammenarbeit mit Anthony Genn und schließlich auch mit Desmond Child, der schon für Größen wie Aerosmith und Bon Jovi komponiert hat. Mit keinem scheint jedoch die Chemie wirklich zu stimmen und es stellt sich kein wirklicher Erfolg ein. Erst mit dem Beginn der Zusammenarbeit mit Guy Chambers wendet sich das Blatt. Zusammen mit ihm bringt er den Song „Lazy Days“ raus, der bis auf Platz 8 der Charts klettert. Sein ebenso erschienenes Debut Album „Life Thru A Lense“ verkauft sich allerdings weiterhin eher mäßig. Der große Durchbruch gelingt Robbie Williams kurz darauf mit seiner vierten Single „Angels“, die in Zusammenarbeit mit Guy Chambers entstanden ist. Der Song verkauft sich über eine halbe Million Mal und macht auch das Album um einiges attraktiver. Es erreicht Platinstatus. Von da an geht es steil bergauf für Robbie Williams. Ein Superstar ist geboren.

Das Nachfolgealbum „I’ve Been Expecting You”, welches komplett in Zusammenarbeit mit Guy Chambers entstand, landet direkt auf Platz 1 der Albumcharts. Das Album enthält die Hitsingles „Millenium“ und „No Regrets“. Die beiden heimsen zweimal den Ivor Novello Award in den Kategorien „Meist gespielter Song 1998“ („Angels“) und „Songwriter des Jahres 1998“ ein. In Europa hat Robbie Williams nun großen Erfolg, in den USA erreicht selbst seine Hitsingle „Angels“ nur hintere Plätze.

Das 2000 erschienene Album „Sing When you’re Winning“ gewinnt den „MTV Europe Music Award“ in der Kategorie „Best Song 2000“, den „Brit Award“ für die beste Single des Jahres und einen „MTV Video Music Award“ für die besten Special Effects. Das Video für den Song „Rock DJ“, sorgte für viel Aufsehen, da Robbie sich hier nicht nur die Kleider, sondern auch die Haut vom Leib riss. Das Video wurde in einigen Ländern zensiert und wurde auf MTV und VIVA nur am späten Abend gezeigt. Auf dem Album findet sich außerdem noch ein Duett mit Kylie Minogue.

Nachdem Robbie Williams den Soundtrack zu dem Film Bridget Jones beisteuerte – es handelte sich um eine Wiederauflage des Sinatra Songs Have You Met Miss Jones? – entscheid er sich als Hommage an sein großes Vorbild Frank Sinatra ein Album nur mit Swing-Klassikern herauszubringen. Hintergedanke war vermutlich auch, dass Robbie endlich in den USA Erfolg hat. Mit dem Album erreichte Robbie neben seiner bisherigen noch eine ganz andere Zielgruppe. Vor allem die ältere Generation fand Gefallen an seinen Swing Liedern. Mit dem Album bewies Robbie Williams abermals seine Ausdrucksstärke als Sänger und heimste zahlreiche gute Kritiken ein. Weltweit führte das Album die Verkaufsspitzen an. Lediglich in den USA blieb der Erfolg weiterhin aus, trotz der ersten Single-Auskopplung „Something Stupid“, in der er zusammen mit Nicole Kidman im Duett sang.

Für sein nächstes Album „Escapology“ schloss Robbie Williams einen Plattenvertrag mit EMI ab, die ihm weitestgehend künstlerische Freiheit zusicherten. Er erhielt dafür die Rekordsumme von 80 Millionen Pfund. Auch „Escapology“ setzte sich schon bald an die Spitze der Charts. Besonders die Single „Feel“ war ein großer Erfolg.

Nach „Escapology“ trennte sich Robbie Williams von Guy Chambers und arbeitete fortan eng mit Stephen Duffy zusammen. Das in dieser Zusammenarbeit entstandene Album „Intensive Care“ erreichte bereits anfangs dreifaches Platin. Die Single „Tripping“ wurde zum ersten Nummer 1 Erfolg in Deutschland. Mit seiner kurz nach Erscheinen des ersten Albums angesetzten Tour 2006 gelang Robbie Williams ein einmaliger Weltrekord, der die unvergleichliche Klasse des Sängers verdeutlichte. Innerhalb von nur einem Tag wurden 1,6 Millionen Tickets für seine Europakonzerte verkauft. Damit sicherte er sich einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde. Auf seiner Tour spielte er insgesamt 83 Konzerte in 28 verschiedenen Ländern, wo ihn insgesamt 4,6 Millionen Fans bewunderten.

Das kurz nach der Tour folgende Electro- und Dance- Album „Rudebox“ erreichte in der ersten Woche zwar Platz 1, fiel dann aber schnell wieder aus den Top 10. Insgesamt verkaufte es sich trotz der Zusammenarbeit mit den Pet Shop Boys, William Orbit, Mark Ronson und Lily Allen nur 4,5 Millionen Mal, womit die Verkaufszahlen noch unter dem ersten Album „Life Thru A Lense“ lagen. Das Comeback-Album der mittlerweile ohne Robbie Williams wiedervereinten Gruppe Take That war deutlich erfolgreicher.

Ausgelaugt von der anstrengenden Tour und den in kürzester Zeit produzierten Alben, macht dem erfolgsverwöhnten Entertainer Robbie Williams nun auch noch der eher mäßige Erfolg seines Albums „Rudebox“ zu schaffen. Robbie ist schwer enttäuscht und müde und zieht sich immer mehr aus der Öffentlichkeit zurück. Er verfällt wieder in Depressionen und wird erneut drogenabhängig. Um den Medien zu entkommen, flüchtet er sich in die Anonymität in den USA, wo er weitestgehend unbekannt ist. Im Februar 2007 begibt er sich für drei Wochen in eine Entzugsklinik, um seine Tablettensucht zu überwinden. Danach wird es still um Robbie Williams.

Erst 2009 meldet er sich spektakulär und ebenso plötzlich wie er verschwunden ist wieder zurück. Mit seinem neuen Album „Reality Killed The Video Star“ hat er gute Chancen wieder Spitzenverkaufszahlen zu erreichen. Für das Album arbeitete er mit dem Produzenten Trevor Horn zusammen, der schon mit internationale Größen wie Tom Jones, Frankie Goes To Hollywood, Seal, Rod Stewart, Tina Turner und den Pet Shop Boys arbeitete. Der Titel des Albums bezieht sich auf Horns größten Hit „Reality Killed The Video Star“. Und der Erfolg lässt hoffen. Robbie wurde am 28. August zum „MTV Greatest Superstar“ ernannt. Auch Konzerte gibt Robbie Williams wieder. In London tritt er im Oktober das erste Mal seit Jahren wieder auf. Das Konzert wurde in 20 verschiedene Länder übertragen. Auch in Deutschland tritt der Popsänger auf. Am 23.Oktober gibt er ein, erst ein Tag zuvor angekündigtes, Spontankonzert in Berlin vor 7000 Fans. Er spielt altbekannte Klassiker wie „Angels“, „Feel“ und „Come Undone“, stellt aber auch Lieder seines neuen Albums vor. Er macht unmissverständlich klar, dass er zurück ist. Eine Tour ist allerdings erst für 2011 geplant.


Weitere Teile unserer Robbie Williams Biographie:

Teil 1 – Kindheit und Jugend
Teil 2 – Die Zeit bei Take That
Teil 3 – Solokarriere
Teil 4 – Beziehungen

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